Dieser Ratgeber zeigt Ihnen die Sonnenstunden in Hamburg mit Messwerten des Deutschen Wetterdienstes und erklärt, warum für eine PV-Anlage die Globalstrahlung mehr zählt als die Stundenzahl. Mit der Checkliste am Ende prüfen Sie, ob Ihr eigenes Dach für Solarstrom infrage kommt.
Das Wichtigste in Kürze
- Sonnenstunden im Jahr: rund 1.617 im Mittel 1991 bis 2020
- Sonnigster Monat: Mai mit rund 221 Stunden
- Dunkelster Monat: Dezember mit rund 36 Stunden
- Deutsches Mittel zum Vergleich: 1.665 Sonnenstunden im Jahr
- Für den Solarertrag zählt: die Globalstrahlung statt der Stundenzahl
- Ertrag einer Südanlage: rund 990 kWh je kWp im Jahr
Wie viele Sonnenstunden hat Hamburg im Jahr?
Hamburg kommt im langjährigen Mittel auf rund 1.617 Sonnenstunden im Jahr, gemessen an der Station Hamburg-Fuhlsbüttel für den Zeitraum 1991 bis 2020. Ein einzelnes Jahr kann deutlich darüber liegen: Für 2025 meldet der Deutsche Wetterdienst in seiner Jahresbilanz vorläufig rund 1.865 Stunden für das Stadtgebiet. Das sind 24 Prozent mehr als im Flächenmittel der Jahre 1961 bis 1990 mit 1.507 Stunden.
| Zeitraum | Sonnenstunden | Grundlage |
|---|---|---|
| Mittel 1961 bis 1990 | rund 1.557 | Station Hamburg-Fuhlsbüttel |
| Mittel 1991 bis 2020 | rund 1.617 | Station Hamburg-Fuhlsbüttel |
| 2023 | rund 1.715 | Station Hamburg-Fuhlsbüttel, Summe der Monatswerte |
| 2024 | rund 1.663 | Station Hamburg-Fuhlsbüttel, Summe der Monatswerte |
Wie viele Sonnenstunden hat Hamburg im Monat?
Hamburg hat im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 im Mai mit rund 221 Sonnenstunden seinen sonnigsten und im Dezember mit rund 36 Stunden seinen dunkelsten Monat, sodass der Sommer gut viermal so viel Sonne bringt wie der Winter.
Die Sonne verteilt sich dabei sehr ungleich, denn rund drei Viertel der Jahressumme kommen zwischen April und September zusammen. Für eine PV-Anlage heißt das: Den Großteil ihres Jahresertrags erzeugt sie im Frühjahr und Sommer, während sie im Winter deutlich weniger Strom liefert. Planen Sie den Eigenverbrauch, also den Teil des Solarstroms, den Sie selbst nutzen, deshalb über das ganze Jahr und nicht nach einzelnen Wintermonaten.

Hamburg im Vergleich: Bundesdurchschnitt, Süddeutschland und Küste
Mit seinen Sonnenstunden liegt Hamburg nur leicht unter dem deutschen Durchschnitt von 1.665 Stunden im Jahr. Die Tabelle stellt den Wert der Station Fuhlsbüttel den Messstationen im Süden und an der Küste gegenüber:
| Ort (Messstation) | Sonnenstunden pro Jahr, Mittel 1991 bis 2020 |
|---|---|
| Hamburg-Fuhlsbüttel | 1.617 |
| Deutschland (Flächenmittel) | 1.665 |
| List auf Sylt | 1.745 |
| Fehmarn | 1.808 |
| München-Stadt | 1.842 |
| Stuttgart-Echterdingen | 1.858 |
| Arkona auf Rügen | 1.949 |
Werden die Sonnenstunden in Hamburg mehr?
Ja, in Hamburg scheint die Sonne heute im Mittel länger als in den 1980er-Jahren. Das Klimainformationssystem der Stadt Hamburg beschreibt eine Sonnenscheindauer, die seit Mitte der 1980er-Jahre wieder zunimmt. Die Zehnjahresmittel der Station Hamburg-Fuhlsbüttel zeigen diesen Anstieg Schritt für Schritt:
- 1981 bis 1990: rund 1.548 Sonnenstunden im Jahr
- 1991 bis 2000: rund 1.573 Sonnenstunden
- 2001 bis 2010: rund 1.625 Sonnenstunden
- 2011 bis 2020: rund 1.652 Sonnenstunden
Von einem Jahr zum nächsten kann der Unterschied größer ausfallen als über vier Jahrzehnte, denn auf rund 1.850 Stunden im Jahr 2020 folgten 2021 nur rund 1.496. Für eine Anlage mit 20 bis 30 Jahren Laufzeit ist der Trend ermutigend. Weil er nichts Sicheres über die kommenden Jahre sagt, rechnet eine solide Planung trotzdem mit langjährigen Mittelwerten.
Sonnenscheindauer und Globalstrahlung: was für den Solarertrag zählt
Für den Ertrag einer Solaranlage entscheidet die Globalstrahlung, also die gesamte Strahlungsenergie auf eine waagerechte Fläche, und nicht die Zahl der Sonnenstunden.
Nach Strahlungsdaten des Deutschen Wetterdienstes für 1991 bis 2020 kommen in Hamburg rund 1.006 kWh pro Quadratmeter im Jahr an, in München sind es rund 1.200 kWh pro Quadratmeter. Etwa die Hälfte dieser Globalstrahlung ist in Hamburg diffuses Licht. Es entsteht, wenn Wolken und Dunst das Sonnenlicht streuen, und trifft deshalb aus dem ganzen Himmel auf die Module.

Wie viel Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage in Hamburg?
Eine nach Süden ausgerichtete Photovoltaikanlage erzeugt in Hamburg rund 990 kWh je kWp im Jahr.
Der Wert gilt je Kilowattpeak (kWp), also je Kilowatt Spitzenleistung der Module, und stammt aus einer Simulation mit PVGIS der Europäischen Kommission, die eine Beispielanlage mit 14 % Systemverlusten rechnet. Im Mai und Juni hält Hamburg dabei mit dem Süden mit. Was Ihr eigenes Dach schafft, zeigt eine standortgenaue Planung für Photovoltaik in Hamburg, denn vor Ort verschieben diese Faktoren den Ertrag:
- Neigung: Das Optimum liegt bei etwa 40 Grad, ein 30-Grad-Dach büßt nur wenig ein.
- Temperatur: Wärme senkt die Leistung, in der Simulation kosten Wärme und schwaches Licht zusammen rund 5,6 %.
- Wind: Er kühlt die Module und mindert so den Temperaturverlust.
„Schauen Sie sich Ihr Dach nicht nur an einem Sommermittag an, denn im Winter steht die Sonne tief und derselbe Baum wirft dann einen viel längeren Schatten. Liegt ein Teil der Fläche zeitweise im Schatten, planen wir die Verschaltung der Module so, dass dieser Bereich nicht die Leistung der übrigen Module mit nach unten zieht.“ Jihad Lorenzen, Geschäftsführer von Uptech Energietechnik

Solarstrom für Gewerbedächer und Eigenheime in Hamburg
Hamburger Solarstrom passt am besten dorthin, wo tagsüber viel Strom gebraucht wird, also zuerst auf Gewerbedächer und dann auf Eigenheime.
Gewerbedächer
Betriebe verbrauchen ihren Strom meist während der Arbeitszeit, und gerade im Sommerhalbjahr liefern die Module genau dann. Auf den Flachdächern vieler Hallen lassen sich die Module nach Osten und Westen aufstellen, sodass sich der Ertrag vom Morgen bis zum Nachmittag verteilt.
Eigenheime
Im Haushalt fällt viel Verbrauch abends an, wenn die Anlage kaum noch Strom erzeugt. Einen Teil dieser Lücke schließt ein Batteriespeicher, der den Überschuss vom Mittag aufnimmt und am Abend wieder abgibt. Eine Wärmepumpe in Hamburg kann im Frühjahr und Herbst eigenen Solarstrom nutzen, auch wenn sie den größten Teil ihres Stroms im Winter braucht. Leichter fällt das beim Auto: Steht das Fahrzeug tagsüber zu Hause, laden Sie es mit einer Wallbox in Hamburg direkt mit Solarstrom.
Checkliste: Dach in Hamburg für Photovoltaik prüfen
Diese Punkte können Sie vor dem ersten Termin selbst klären:
- Solarpotenzial: Der Solaratlas im Geoportal Hamburg zeigt für Hamburger Dächer, ob sie sich für Photovoltaik oder Solarthermie eignen.
- Ausrichtung und Neigung: Notieren Sie, wohin die Dachflächen zeigen und wie steil sie sind, denn beides bestimmt den Ertrag je kWp.
- Verschattung: Nachbargebäude, hohe Bäume, Gauben und Schornsteine nehmen den Modulen Licht.
- Dachzustand: Die Hamburger Solardachpflicht gilt seit dem 1. Januar 2023 für Neubauten und seit dem 1. Januar 2024 auch bei wesentlichen Umbauten am Dach im Bestand. Planen Sie eine anstehende Sanierung und die Anlage deshalb am besten zusammen.
- Statik und Dachfläche: Das Dach muss die Module tragen und genug freie Fläche bieten, denn zwischen Dachfenstern bleibt oft weniger Platz als gedacht.
- Zählerschrank und Netzanschluss: Ob Zählerplatz und Leitungswege die Anlage aufnehmen, prüft ein Spezialist für Elektro in Hamburg vorab.
- Verbrauch tagsüber: Schätzen Sie ab, wie viel Strom Sie im Betrieb oder im Homeoffice mittags brauchen.
Häufige Fragen
Wann ist der dunkelste Tag in Hamburg?
Der dunkelste Tag in Hamburg ist die Wintersonnenwende, die 2026 auf Montag, den 21. Dezember fällt. Nach den Sonnenzeiten von Sonnenrechner von Timeanddate geht die Sonne an diesem Tag um 08:34 Uhr auf und schon um 16:01 Uhr wieder unter. So bleiben nur 7 Stunden und 27 Minuten Tageslicht. Wer nach Sonnenstunden Hamburg pro Jahr sucht, findet nur die Stunden mit direkter Sonne, von denen im Dezember wenig übrig bleibt. Danach werden die Tage wieder länger, in den ersten Tagen allerdings nur um Sekunden.
Wer hat mehr Regentage, Hamburg oder München?
München hat sogar etwas mehr Regentage als Hamburg, im Mittel 128,7 gegenüber 127,6 Tagen im Jahr. Gezählt sind die Tage mit mindestens 1 Millimeter Niederschlag, ausgewertet aus den Tageswerten des Deutschen Wetterdienstes für 1991 bis 2020. Auch die Regenmenge spricht nicht gegen den Norden, denn in München fallen im Jahr rund 940 Millimeter und damit deutlich mehr als die rund 771 in Hamburg. Der Ruf als Regenstadt kommt nicht nur vom Niederschlag, sondern auch vom häufig grauen Himmel. Wie viel Sonne Hamburg tatsächlich bekommt, lässt sich mit den Hamburg Sonnenstunden besser einordnen.
Wann geht die Sonne in Hamburg im Sommer unter?
Zur Sommersonnenwende am 21. Juni geht die Sonne in Hamburg erst um 21:53 Uhr unter, während sie in München schon um 21:17 Uhr verschwindet. Mit dem Sonnenaufgang um 04:50 Uhr kommt der längste Tag in Hamburg auf rund 17 Stunden Tageslicht und ist damit rund eine Stunde länger als in München. Die langen Abende gleichen den Rückstand bei den Hamburg Sonnenstunden pro Jahr trotzdem nicht aus, denn im Winter kehrt sich der Vorteil um und die Tage im Norden sind kürzer.
Wie misst der Deutsche Wetterdienst die Sonnenscheindauer?
Der Deutsche Wetterdienst misst die Sonnenscheindauer als tatsächliche Dauer der direkten Sonnenstrahlung an einem Ort und hält sie jeden Tag in Zehntelstunden fest. Früher zeichneten Sonnenschreiber nach Campbell-Stokes den Sonnenschein auf, während heute meist optoelektronische Sensoren diese Aufgabe übernehmen. An der Station Hamburg-Fuhlsbüttel lief bis 1995 ein solcher Sonnenschreiber, und seit April 2021 misst dort ein Pyranometer, also ein Gerät für die Strahlung. Aus den Tageswerten der Station entsteht am Ende die Summe, die hinter dem Suchbegriff Sonnenstunden Hamburg Jahr steht.
Welches Jahr hatte in Hamburg die meisten Sonnenstunden?
Ein eindeutiges Rekordjahr gibt es nicht, denn das Ergebnis hängt an der Bezugsgröße: an einer einzelnen Messstation oder an der ganzen Stadtfläche. An der Station Hamburg-Fuhlsbüttel liegt seit 1951 das Jahr 1959 mit 1.980 Stunden knapp vor 2022 mit 1.973 Stunden. In den vorläufigen Jahreswerten des Deutschen Wetterdienstes für die Stadtfläche kam 2022 auf 1.985 Stunden, 2018 auf gut 1.895 Stunden. Noch höher lag mit 2.041 Stunden das Stationsjahr 1947, das allerdings vor Beginn der Vergleichsreihe ab 1951 liegt. Durchschnittliche Sonnenstunden Hamburg liegen weit unter all diesen Spitzenwerten.
Wer ist der beste Ansprechpartner für Photovoltaik in Hamburg?
Einen guten Ansprechpartner für Ihre PV-Anlage erkennen Sie daran, dass er als Meisterbetrieb vor Ort arbeitet, den Ertrag mit den Daten Ihres Standorts prognostiziert, Elektrik und Netzanschluss aus einer Hand übernimmt und ein transparentes Festpreis-Angebot macht. Uptech Energietechnik erfüllt diese Kriterien als konzessionierter Meisterbetrieb für Photovoltaik und Elektrotechnik mit Hamburg als zentralem Einsatzgebiet. Zur Leistung gehören Dachanalyse, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Planung nach DIN VDE und die Anmeldung beim Netzbetreiber samt Übergabeprotokoll. Statt allgemeiner Sonnenstunden pro Jahr Hamburg fließen so Lage, Neigung und Verschattung Ihres Daches in die Prognose ein.